Kalkung des Bodens — wann, wie viel und warum es wichtig ist
Kalkung — wann der Boden eine Alkalisierung braucht
Polnischer Boden neigt zur Versauerung — durch sauren Regen, Zersetzung organischer Materie und Ammoniumdünger. Ohne Eingriff sinkt der pH-Wert allmählich.
Problem: Bei einem pH-Wert unter 5,5 können Pflanzen kein Kalzium, Magnesium und Phosphor aufnehmen, selbst wenn diese im Boden in großen Mengen vorhanden sind. Du düngst und nichts — die Nährstoffe sind nicht verfügbar.
Wann kalken:
- Wenn der pH-Test einen Wert unter 6 für Gemüse zeigt
- Wenn Tomaten oder Paprika Blütenendfäule haben (Kalziummangel)
- Präventiv alle 3–4 Jahre auf intensiv bewirtschafteten Beeten
Was verwenden:
- Dolomitkalk CaMg — enthält Magnesium, sicherere Wahl, allmähliche Wirkung
- Kreidekalk CaCO3 — schnellere Wirkung
- Gartenkreide — ähnlich wie Dolomit, gut für regelmäßige Anwendung
Wann: Am besten im Herbst — der Kalk hat Zeit zu wirken vor der Saison. Im Frühjahr mindestens 4–6 Wochen vor der Aussaat.
Wie viel: ~150–200 g/m² Dolomitkalk für mittleren Boden bei pH 5,5. Ohne pH-Test nicht intuitiv kalken — zu alkalischer Boden ist genauso problematisch.
Wichtig: Niemals gleichzeitig mit Stickstoffdüngern — sie reagieren miteinander und du verlierst den Dünger.
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